Taschenbuch | Ein Zimmer für sich allein – Virginia Woolf
Ein feministischer Klassiker: In ihrem Essay „Ein Zimmer für sich allein“ fordert Virginia Woolf geistige und finanzielle Freiheit für schreibende Frauen. Poetisch, klug und provokant – ein wegweisender Text über Literatur, Geschlechterrollen und Selbstbestimmung.
Klappentext
Hätte Shakespeare eine Schwester gehabt, ebenso begabt wie er, wie wäre es ihr ergangen? Welche Widerstände mussten Jane Austen oder die Brontë-Schwestern überwinden? Im Oktober 1928 hielt Virginia Woolf zwei Vorträge am ersten Frauencollege Großbritanniens an der Universität Cambridge. Ob ihnen bewusst sei, fragte Woolf ihre Zuhörerinnen, dass sie vielleicht ‚das am häufigsten abgehandelte Tier des Universums‘ seien? Schließlich wurde Literatur über Frauen fast ausschließlich von Männern verfasst. Aus Woolfs Vorträgen entstand der Essay Ein Zimmer für sich allein, den sie ein Jahr später veröffentlichte. Bereits zu Woolfs Lebzeiten gepriesen, wurde ihre Abhandlung über Frauen und Literatur zu einem der wegweisenden Texte der Frauenbewegung. Engagiert, poetisch, erfahrungssatt und ironisch analysiert Woolf Geschlechterdifferenzen und führt aus, was Frauen brauchen, um große Literatur zu produzieren: finanzielle, vor allem aber geistige Unabhängigkeit, im viktorianischen England symbolisiert durch ein eigenes Zimmer.
Über die Autorin: Virginia Woolf
Virginia Woolf (1882–1941) zählt zu den bedeutendsten Schriftstellerinnen der literarischen Moderne. Mit Werken wie Mrs Dalloway, Zum Leuchtturm und Ein Zimmer für sich allein prägte sie nicht nur die literarische Erzählform, sondern auch das feministische Denken des 20. Jahrhunderts.
Woolf war Mitbegründerin des einflussreichen Bloomsbury-Kreises – einer Gruppe von Intellektuellen und Künstler*innen, die gesellschaftliche Normen hinterfragten. Ihr Schreiben ist geprägt von psychologischer Tiefe, stilistischer Raffinesse und einem scharfen Blick für soziale Ungleichheiten.
Mit Ein Zimmer für sich allein formulierte Woolf eine radikale Forderung: Frauen brauchen Raum – geistig wie materiell – um schöpferisch tätig zu sein. Dieser Essay gilt bis heute als Meilenstein feministischer Literaturkritik.
Virginia Woolf nahm sich 1941 das Leben. Ihr Werk und ihre Gedanken sind jedoch bis heute kraftvoll, aktuell und inspirierend.














